Hoffnung für unsere Zeit, Teil 1

Hier ist ein frisches Wort vom Herrn, um dir zu helfen durch diese schwierigen Zeiten zu kommen.
Bob Cole, Montana, USA

Meine letzte Reise nach Europa begann großartig. Ich kam am Freitag, dem 28. Februar, in Frankfurt an. Ich übernachtete in einem Hotel und fuhr am nächsten Tag 4 Stunden nach Dessau. In den nächsten 15 Tagen schien alles normal, aber ich merkte, dass sich die Dinge langsam ändern. Ich hatte Gemeindetreffen in Dessau, Weimar, Königswald, Kitzingen und Frielendorf, Deutschland. Es war mir möglich, einige Pastoren/Freunde und deren Frauen zu besuchen.

Langsam, nach dem Beginn meiner Reise, begannen sich Dinge zu ändern. Die Auto Show in Genf, Schweiz, wurde nur wenige Tage vor dem Termin am 5.-15. März abgesagt.

Es kommen mehr als 700.000 Besucher von der ganzen Welt. Ich war schon zweimal bei der Show. Außerdem wurde eine Uhrenmesse in der Schweiz und eine Erfindermesse abgesagt. Die Leipziger Buchmesse in Deutschland fand nicht statt, wie auch andere Messen in Deutschland und Frankreich, die für März geplant waren.

Die Welt, wie ich sie kannte, änderte sich schlagartig am 16. März. Ich hatte geplant an diesem Tag nach Frankreich zu fahren. Am 17. März dann in die Schweiz. Am 26. März wurden die Grenzen zu Frankreich, Schweiz, Deutschland und andere europäische Länder plötzlich geschlossen. Das bedeutete, dass ich nicht länger die Möglichkeit hatte, frei von einem Land zum anderen zu fahren. Das Gute war, dass ich mich in Deutschland befand, von wo aus ich nach Hause zurückfliegen würde. Als sich die Dinge änderten, fuhr ich nach Kranichfeld, Deutschland, um bei meinen Freunden zu bleiben, um herauszufinden, was zu tun war.

Vom 16.-21. März wurde nach und nach alles geschlossen. Auch Gemeinden wurden geschlossen. In den nächsten 2 Tagen sagten die 4 Pastoren, in deren Gemeinden ich predigen sollte, ihre Versammlungen ab. Die Einschränkung, keine Treffen mehr abhalten zu können, war auch für sie neu.

In Deutschland wurden Hotels, Läden, Restaurants, Schwimmbäder, Fitnesscenter, Schulen, Universitäten und auch einige Arbeitsstellen in dieser Woche geschlossen. Das war meine Erfahrung. Ich glaube, eure Erfahrung wird ähnlich sein.

Ich konnte mein Flugticket umbuchen und bin am Sonntag, 22. März, in die USA geflogen. Es brauchte 5 Flüge, aber ich war so glücklich am Montag, dem 23. März zuhause zu sein. Ich möchte mich hiermit bei allen bedanken, die mit Lorraine und mir gebetet haben, dass ich nach Hause zurückkehren würde.

Ich hätte mir nie vorstellen können, dass 95% der Flüge in Frankfurt, Amsterdam, Atlanta, Chicago gecancelt werden und dass die Flughäfen und Städte zu Geisterstädten werden.

Ich kam Sonntag um Mitternacht am Chicago O‘Hare Flughafen von Atlanta an. Ich blieb über Nacht im Flughafen, bis mein Flugzeug 8 Uhr nach Salt Lake City, Utah, flog. Es war eine der längsten Nächte meines Lebens. Wenige Flugzeuge flogen am Montagmorgen von Chicago bevor mein Flug ging. Ich war schockiert zu sehen, dass, als die Boardingzeit kam, nur sehr wenige Leute in diesen riesigen Flugzeugen waren. Der Flug nach Minneapolis hatte 12 Passagiere, New York 13, Seattle 19 und Salt Lake City 19.

  • Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich in häuslicher Quarantäne für 14 Tage sein müsste. Ich weiß, dass es für manch andere Menschen in anderen Ländern viel länger war.
  • Es ist erstaunlich, wie viele Leute jetzt überall Masken und Handschuhe tragen.
  • Ich sehe Menschen mit Westen, auf denen steht „Hygiene Team“, die alles wischen und reinigen.
  • Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele Läden sehen würde, in denen Toilettenpapier, Handdesinfektion, Reis, Bohnen und Suppe ausverkauft sind.
  • Ich hätte nie gedacht, dass es nicht mehr möglich ist, Menschen mit einem Kuss, einem Handschlag oder einer Umarmung zu begrüßen, abhängig vom Land und der Kultur.
  • Ich hätte nie gedacht, dass wenn ich an Leuten vorbei gehe und sie anschaue, der Gedanke in meinen Kopf kommt „Bist du ein Träger von Covid-19?“
  • Ich hätte nie gedacht, dass der Tag kommen würde, an dem ich nicht die Möglichkeit habe, am Ostersonntag in die Gemeinde zu gehen.
  • Ich hätte nie gedacht, dass meine Gemeindetreffen, die über Monaten geplant wurden, Wochen im Voraus abgesagt werden aufgrund von Kontaktverbot, verpflichtender Quarantäne und Reisebeschränkungen.
  • Ich hätte nie gedacht, dass der Tag kommen würde, an dem es nicht möglich ist, mit meiner Frau zu schwimmen, im Lieblingsrestaurant essen zu gehen oder einen Film im Kino anzuschauen.
  • Es ist erstaunlich, dass der Benzinpreis der niedrigste seit Jahren ist, dennoch sind alle Touristenplätze geschlossen sind.
  • Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele Menschen sehen würde, die zur gleichen Zeit überall auf der Welt, krank werden und einige Menschen sterben, sowie sich die Zahlen täglich ändern.
  • Ich hätte nie gedacht, dass in dieser Welt so viel Unbeständigkeit sein könnte.
  • Es ist erstaunlich wie viele Kinder und Erwachsene Schulaufgaben online erledigen müssen.
  • Es ist unglaublich, wie viele Sportevents auf der ganzen Welt abgesagt wurden.
  • Ich hätte nicht gedacht, dass meine Freunde aus Deutschland ihren Besuch bei Lorraine und mir in den Osterferien absagen müssen, weil sie nicht einmal in die USA einreisen dürfen.
  • Ich hätte nie gedacht, dass die Medien eine weltweite Pandemie der Angst erschaffen könnten, die fast schlimmer ist, als das Coronavirus. Man könnte denken, dass die Hälfte der Weltbevölkerung mit Covid-19 infiziert ist und die andere Hälfte Schlange steht, um es zu bekommen.

1918 gab es die Spanische Grippe. Der Virus infizierte 500 Millionen Menschen weltweit. Er tötete 20-100 Millionen Menschen weltweit, abhängig davon, welcher Quelle zu glauben möchtest. 675.000 Menschen in Amerika verloren ihr Leben.

Mit Ausnahme des Todes, Steuern und Problemen, ist nicht für immer. In dieser Zeit wird alles erschüttert, was erschüttert werden kann. Jeden Tag hören für vom Coronavirus oder Covid-19. Wir leben in noch nie da gewesenen Zeiten. Wir erfahren die Unsicherheit der Politik, der Politiker, der Finanzen, der Wirtschaft, der Geschäfte, des Sports, der Bildung, der Gesundheit, der Infrastruktur, der Zukunft und des Lebens im Allgemeinen, wie wir es kannten. Ich habe noch nie so viele Menschen entmutigt, depressiv, hoffnungslos und angsterfüllt gesehen.

Das ist die schlechte Nachricht. Aber jetzt möchte ich die guten Nachrichten mit euch teilen. Das Erste, was ich machen möchte ist, dass ich euch freisetzen möchte von der Verantwortung alle Probleme der Welt lösen zu müssen.

Was sollen wir als Christen tun?

Ich glaube, ich habe ein frisches Wort vom Herrn, das dir hilft, durch diese Zeiten zu kommen, in denen wir gerade leben.

Diese Woche führte mich der Herr zu Philipper 4,11, wo Paulus sagt: „Nicht, dass ich es des Mangels wegen sage, denn ich habe gelernt, mich darin zu begnügen, worin ich bin.“ Über die Jahre hat Paulus viele schwierige Situationen durchlebt. Lies 2. Korinther 11, 21-28. Er lernte wie man zufrieden ist (was zeigt, dass er das nicht schon immer wusste). Seine Umstände haben sich ständig verändert, aber es war ihm möglich, zufrieden zu sein.

Jetzt schauen wir, was Paulus in Philipper Kapitel 1,2,3 und 4 zu sagen hat. Ich ermutige dich deine Bibel zu holen und den Brief an die Philipper aufzuschlagen, sodass wir gemeinsam durch die Lehre gehen.

Paulus hat nicht gleich zu Beginn in Kapitel 1 gesagt: „Ich habe gelernt zufrieden zu sein“. Er sagte es in der Mitte des letzten Kapitels. Lass uns etwas näher die Dinge anschauen, die er früher gesagt hat, sodass wir wie er verstehen, warum er mit Gewissheit sagen konnte: „denn ich habe gelernt, mich darin zu begnügen, worin ich bin.“

  1. In Phil. 1, 2 – sagt Paulus: „Gnade euch“. Was ist Gnade? Es ist eine übernatürliche, göttliche Befähigung. Es ist Gottes übernatürliche Kraft, die in unser Leben fließt, um geistige und emotionale Stärke zu geben, jeden Tag entgegenzublicken und vorwärts zu gehen. Bitte Gott jeden Tag um seine Gnade und empfange sie im Glauben!
  2. Phil. 1, 3 – „Ich danke meinem Gott bei jeder Erinnerung an euch“. Danke Gott für die Menschen, die er in dein Leben gebracht hat, wie deine Familie, Freunde, Nachbarn, etc.! Erkenne aber auch, wer zu deiner Zukunft und wer zu deiner Vergangenheit gehört! Wenn Gott dich segnen will, bringt er Menschen in dein Leben. Wenn Gott dich beschützen will, entfernt er Menschen aus deinem Leben.
  3. Phil. 1, 4 – „allezeit in jedem meiner Gebete und bete für euch alle mit Freuden“. Bete mit Freude für Menschen! Da ist ein großer Unterschied zwischen beten für Leute und beten mit Freude. Das schließt alle ein, auch deine Feinde.
  4. Phil. 1, 6 – Sei zuversichtlich, dass der Herr das gute Werk vollenden wird, das er in deinem Leben begonnen hat!
  5. Phil. 1, 9-11 – Bleibe dran in Liebe zu wachsen und habe einen exzellenten Charakter!
  6. Phil. 1, 14 – Sei mutig, Gottes Wort ohne Angst zu reden! Sei eine Stimme, kein Echo! Gottes Wort zu reden bedeutet, dass du Gottes Wort kennen musst. Bleib dabei, jeden Tag Zeit im Lesen der Bibel zu verbringen.
  7. Phil. 1, 21-23 – Sei frei von der Angst vor dem Tod. Paulus sagt: „Ich habe Lust, abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist weit besser“. Sterben ist Gewinn. „das Bleiben im Fleisch aber ist nötiger um euretwillen.“ In Hebräer 2, 15 sagt das Wort: „und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.“ Das ist eine der größten Ängste, die Menschen in der Welt haben. Sie möchten nicht mal darüber nachdenken oder sprechen. Für uns als Christen ist es etwas, auf das wir hinblicken. Mit Jesus und im Himmel sein ist das, was wir ersehnen.
  8. Phil. 2, 3-11 – Wir lernen von Jesus Christus ein demütiger Diener zu sein. In Philipper 1, 1 verweist Paulus auf sich selbst als Knecht Christi. Wir wollen demütig sein und keine übertriebene Meinung von uns selbst haben. Die Art, wie wir groß im Reich Gottes werden, ist ein Diener aller zu sein. Apostelgeschichte 20, 35 sagt: „Geben ist seliger als Nehmen.“
  9. Phil. 2, 16 sagt „indem ihr das Wort des Lebens festhaltet“. Erinnere dich, da ist Leben im Wort Gottes! Matth. 4,4 sagt: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“
  10. Phil. 3,10 sagt „um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen“. In dieser Krise hast du die Chance den Herrn besser kennenzulernen, als jemals zuvor. Lobe ihn als Jehovah Shalom, den Herrn deinen Frieden, Jehovah Jireh, den Herrn deinen Versorger, El-Shaddai, den allmächtigen Gott, der wunderwirkende Gott, der Gott, der tun kann, was du nicht tun kannst, der Gott, der mehr als genug ist, usw.!
  11. Phil. 3, 10 „um ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen“. Wir können denken, dass wir sterben müssen und dann können wir Gottes Auferstehungskraft erfahren. Die Wahrheit ist, dass manchmal unsere Hoffnung, Emotionen, Glaube, Visionen, Träume scheinbar sterben, aber nach dem Tod kommt die Auferstehung. Lass Gott deine Hoffnungen, Emotionen, Glauben, Visionen, Träume wieder aufwecken!
  12. Phil. 3, 12-15 meint, dass wir Gottes Ziel, Plan und Willen für unser Leben mit Leidenschaft nachjagen sollen. Bleibe fokussiert auf Gottes Ruf für dich!
  13. Phil. 4,4 sagt: „Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!“ Mach es dir zur Gewohnheit dich im Herrn zu freuen. Sich zu freuen ist eine Entscheidung. Erinnere dich, zu dieser Zeit war Paulus im Gefängnis, in einer schrecklichen Umgebung, schreibend an Menschen außerhalb des Gefängnisses, sie auffordernd, sich zu freuen. Hat er das gemacht? Liese Apostelgeschichte 16, 25!
  14. Phil. 4, 6 –  meint: Mach dir keine Sorgen, bete. Gott möchte in alle Details deines Lebens einbezogen sein. In die kleinen, mittleren, großen und übergroßen und super-großen Details. Bete und gib danach Gott Dank für alles!
  15. Phil. 4,7 – Nachdem du gebetet hast, empfange Gottes Frieden. Phil. 4,8 – Denke über Dinge nach die wahr, aufrichtig, gerecht, rein, liebevoll und wohltuend sind! Denke über gute Dinge nach, nicht über schlechte Dinge. Gute Neuigkeiten, nicht schlechte Neuigkeiten.
  16. Phil. 4, 12 – Sei dankbar für das, was du hast, anstatt dich darüber zu beklagen, was du nicht hast! 1. Timotheus 6,8: „Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen.“ Nimm China, Indien, Afrika und Südamerika, 2 Millionen Menschen verdienen 2 $ am Tag oder weniger. Versuch mal diese Leute davon zu überzeugen, wie schlecht dein Leben ist.
  17. Phil. 4, 13 – Jesus Christus wird dir die Stärke geben alle Dinge zu tun.
  18. Phil. 4, 15 sagt: „keine Gemeinde mich am gegenseitigen Geben und Empfangen beteiligt hat als nur ihr allein.“ Bleibe ein Geber in den Dingen, die du hast, z.B. Zeit, Ermutigung, Dienst, Finanzen usw.!
  19. Phil. 4, 19 – Glaube dem Herrn, dass er alle deine Bedürfnisse erfüllt! Es gibt keinen Mangel im Himmel.
  20. Phil. 4, 20 sagt: „Unserem Gott und Vater aber sei die Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ Gib Gott weiterhin die Ehre, die er so sehr verdient! Ich glaube, wenn du diese Dinge weiterhin tust, wirst du auch weiterhin in dieser schwierigen Zeit, die wir gerade erleben, siegreich sein. Du wirst in der Lage sein, zufrieden zu sein und Salz und Licht der Erde zu sein. Vertraue dem Herrn allezeit! Erinnere dich an seine Liebe für dich, seine Güte und seine Treue!

Ich möchte dir danken, dass du diese Botschaft gelesen hast. Ich bete, dass es für dich ein Segen war. Ich weiß, ich habe dir 20 Punkte gegeben, über die du nachdenken kannst. Ich ermutige dich, den Punkt, der dich am meisten angesprochen hat, zu nehmen und in dein Leben zu integrieren. Dann kannst du zu anderen Punkten übergehen. Wir werden dies gemeinsam durchstehen.

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Hoffnung für unsere Zeit, Teil 2

 

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