Hoffnung für unsere Zeit, Teil 2

Hier ist ein frisches Wort vom Herrn, um dir zu helfen durch diese schwierigen Zeiten zu kommen – Teil 2
Bob Cole, Montana, USA

Ich möchte einige Gedanken mit dir teilen, von denen ich glaube, dass sie dir helfen werden,

„Sicher zu sein in einer unsicheren Welt“

Es ist gut 2 Monate her, dass die Welt, wie wir sie kannten, sich dramatisch verändert hat. Während ich diesen Artikel schreibe, stelle ich fest, dass egal in welchem Dorf, Stadt, Staat oder Land du lebst, es immer noch auferlegte Beschränkungen gibt, unter denen du/wir lebst/leben. An einigen Orten sind diese Beschränkungen strenger als an anderen. In den USA ist das von Staat zu Staat unterschiedlich. In Europa ist es von Staat zu Staat und Land zu Land unterschiedlich. Während die Beschränkungen in den USA und Europa langsam gelockert werden, haben die Menschen einen Hoffnungsschimmer, dass die Dinge zukünftig vielleicht wieder zur Normalität zurückkehren. Am 15. Juni werden einige Grenzen in Europa wieder öffnen und es den Europäern ermöglichen, von einem Land ins andere zu reisen. In den USA bewegen sich die Staaten von einer Phase zur nächsten vorwärts. Es bessert sich.

Das Problem ist, dass wir jeden Tag mit Nachrichten bombardiert werden. Wir hören gute Informationen, schlechte Informationen, Falschmeldungen und Gerüchte. Wir hören von Verschwörungstheorien. Es gibt noch viele unbeantwortete Fragen. Können wir noch unserer Regierung, den Informationsmedien, Ärzten und Wissenschaftlern vertrauen? Wann werden die Menschen wieder anfangen zu reisen? Wird es eine Zunahme der Verbreitung von Covid-19 geben? Bin ich sicher in einer Menschenmenge? Kann ich einen Tag meine Maske mal nicht aufsetzen? Ist es sicher, Schulen und Universitäten zu öffnen? Momentan haben 1,5 Milliarden Kinder aus 192 Ländern Heimunterricht. Wie wird das neue Normal aussehen? Wie soll unsere Beziehung zu China sein? Wird sich unsere Wirtschaft jemals wenden? Wie viele Firmen werden schließen? Wann wird jeder wieder arbeiten? Wird es im Herbst oder Winter eine zweite Welle von Covid-19 geben?

Die Liste der Fragen ist endlos. Antworten gibt es nur wenige. Wir leben immer noch in beispiellosen Zeiten. Die Zukunft ist unsicher. In der Welt gibt es immer noch viel Angst, Hoffnungslosigkeit, Sorge und Beunruhigung.

Sogar während ich diesen Artikel schreibe, leugne ich es noch, aber es ist unvermeidlich, dass ich meine anstehende Reise nach Europa absagen muss. Ich wollte am 29. Mai in Düsseldorf ankommen und am 30. Juni von Frankfurt aus wieder nach Hause in Missoula, Montana fliegen. Delta Airlines stornierte meine Flüge vor einigen Wochen. Sun Express Airlines stornierte meinen Flug nach Burgas in Bulgarien und zurück nach Deutschland auch vor einigen Wochen. Auf dieser Reise sollte ich in Deutschland, der Schweiz und Frankreich sein.

Zurzeit stehen Amerika und Russland wegen Covid-19 auf der schwarzen Liste von Europa und man darf dort nicht einreisen. Ich habe keine Ahnung, wann ich wieder zurückkehren kann. Ich bin zufrieden und habe Frieden und Freude.

Was können wir als Christen tun, um „sicher zu sein in einer unsicheren Welt?“

1. Sei dir Gottes Gegenwart bewusst. Die meisten Menschen sind seit 2 Monaten in Quarantäne oder haben Ausgangssperre. Sie dürfen nicht reisen, ihre Familie besuchen oder sich in Gruppen versammeln. Viele Menschen haben sich isoliert und einsam gefühlt. Das Wichtigste ist, dich zu erinnern, dass du nicht allein bist. Der Herr ist immer bei dir. Er war bei Daniel in der Löwengrube. Er war bei den drei jüdischen Männern im Feuerofen. Er war bei Paulus und Silas im Gefängnis. Er ist jetzt bei dir. In Matthäus 28, 20 sagt der Herr: „Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit!“

2. Gib dem Herrn deine Ängste und Sorgen. Bei all den Informationen, die du jeden Tag hörst, kannst du dich leicht um die Zukunft sorgen und von den Sorgen der Welt niedergedrückt sein. 1. Petrus 5, 7 sagt: ‚Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Lebe ein sorgenfreies Leben.

3. Bete zum Herrn. Anstatt dich um etwas zu sorgen, bete darüber. Matthäus 6, 8 sagt: „Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet.“ Wie ich schon erwähnt habe, möchte der Herr an allen Details deines Lebens beteiligt sein. Das beinhaltet die kleinen, mittleren, großen, XL- und XXXL-Dinge. Die Bibel sagt, dass der Herr weiß, was wir brauchen, aber Er sagt uns trotzdem, dass wir Ihn bitten sollen. Bitten ist eine Form der Demut. Wenn die Antwort kommt, weißt du, wem du dankst.

4. Stelle den Herrn weiterhin an erste Stelle in deinem Leben. Wir sind schnell abgelenkt mit allem, was in unserem täglichen Leben passiert. Auf deiner Prioritätenliste kann der Herr tiefer und tiefer sinken. Matthäus 6, 33 sagt: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“ Gott ist derjenige, der hinzufügt und vermehrt.

5. Vertraue dem Herrn weiterhin. Psalm 62, 9 sagt: „Vertraue auf ihn allezeit, o Volk.“ (Das bedeutet in guten Zeiten wie in schlechten Zeiten). Der Vers geht weiter: „Schüttet euer Herz vor ihm aus!“ Du kannst ehrlich mit dem Herrn sein. Erzähle Ihm, was du fühlst und denkst, sei transparent mit Ihm. Teile deine Ängste, Anliegen, Enttäuschungen, Frustrationen und Bedenken mit Ihm. Du wirst den Herrn nicht schockieren oder Seine Gefühle verletzen. Er weiß es schon. Wir sind emotionale Wesen, so hat uns der Herr geschaffen. Mir gefällt dieser Vers, denn er macht den Herrn sympathisch. Deswegen kann ich real mit Ihm sein. Im Vers heißt es weiter: „Gott ist unsere Zuflucht.“ Das bedeutet, Er ist unser Schutz, unser Beschützer. „Sela“ bedeutet innehalten und über diesen Vers nachdenken. Der Mensch kann dich im Stich lassen. Die Regierung kann dich im Stich lassen. Gott wird dich nicht im Stich lassen!

6. Lebe jeden Tag mit Hoffnung. Hoffnung ist eine geistige Kraft. Es ist die positive Erwartung, dass gute Dinge geschehen. Vielleicht geschah es gestern nicht, aber es kann heute geschehen. Es geschah letzte Woche nicht, aber es kann diese Woche geschehen. Es geschah letzten Monat nicht, aber es kann diesen Monat geschehen. Es geschah letztes Jahr nicht, aber es kann dieses Jahr geschehen. Es geschah nicht im letzten Jahrzehnt, aber es kann in diesem Jahrzehnt geschehen. Gott ist ein Gott der Hoffnung. Römer 15, 13 sagt: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass ihr „überströmt“ in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!“ Das Wort „überströmen“ im Griechischen ist ein Bild von einem Springbrunnen, der Wasser hoch in die Luft schießt. Wir sollen übersprudeln mit Hoffnung, während wir glauben. Auch sollen wir voller Freude und Frieden bleiben, während wir glauben. Der Herr kann plötzlich in deinem Leben etwas bewegen. Josef hatte zwei Träume, als er 17 war. Sie offenbarten, dass er eine herausragende Stellung haben würde. Kurz nach seinen Träumen wurde er von seinen Brüdern als Sklave verkauft und landete in Ägypten. Die nächsten 13 Jahre hatte er die Möglichkeit, seinen Charakter zu entwickeln. Schließlich kam er ins Gefängnis. Innerhalb von 24 Stunden wurde er vom Gefangenen in Ägypten zum stellvertretenden Befehlshaber. Die einzige Person mit mehr Macht in Ägypten war der Pharao. Gott kann plötzlich in deinem Leben etwas bewegen.

7. Lebe jeden Tag im Glauben. Glaube weiterhin, dass Gott große Dinge in deinem Leben tun wird. Glaube weiterhin, dass Gott Wunder in deinem Leben tun wird. Habe Glauben, dass Gottes Verheißungen in deinem Leben offenbar werden. Hebräer 11, 6 sagt: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen.“

8. Verkünde Gottes Wort. Sprich Gottes Wort über deine Situation. Es liegt ein Wunder in deinem Mund. Hebräer 10, 23 sagt: „Lasst uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken — denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat.“

9. Sei offen für neue Dinge. Jesaja 43, 18-19 sagt: „Gedenkt nicht mehr an das Frühere und achtet nicht auf das Vergangene! Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor.“ Sei offen für Veränderung. Gott ist kreativ. Sei offen dafür, Dinge anders zu tun. Im Juni 2020 bin ich 30 Jahre lang international tätig. Ich habe 196 Reisen nach Europa gemacht. Ich habe 4 Reisen nach Asien gemacht. Das sind zusammen 200 Reisen. Für mich ist das eine Enttäuschung, dass ich momentan nicht nach Europa reisen kann. Ich vermisse es, die Menschen persönlich zu sehen. Ich vermisse es, in den Versammlungen zu predigen. Ich vermisse es, mit Menschen zusammen und ihr Mentor zu sein. Ich musste mich verändern. Ich bin offen für neue Dinge. Wenn ich nicht zu deiner Gemeinde kommen und predigen kann, kann ich mir eine neue Botschaft einfallen lassen, die ich in Deutsch und Französisch übersetzen lasse und dir schicke. Über das Internet kann ich mit Menschen in Kontakt bleiben. Mit FaceTime (Skype) kann ich mit verschiedenen Pastoren und ihren Ehefrauen in Kontakt bleiben. Sei bereit, dich für eine Weile zu verändern. Widerstehe der Veränderung nicht, sondern akzeptiere sie. Sie kann der Unterschied zwischen Misserfolg und Erfolg sein.

10. Mache den Herrn groß. In 1. Samuel 17, 16 sagt die Bibel, dass der Philister (Goliath, der Riese) 40 Tage lang zweimal am Tag herauskam und einen der Israeliten herausforderte, mit ihm zu kämpfen. Als die Israeliten ihn sahen und hörten, sagt die Bibel in 1. Samuel 17, 11, dass sie sich entsetzten und sehr fürchteten. Nun hatten sie drei Probleme. Goliath, Furcht und Entmutigung. Sie würden Goliath nicht gegenübertreten können, bis sie zuerst ihre Furcht und Entmutigung besiegt hatten, und das taten sie nie. Laut 1. Samuel 17, 24 machten die Israeliten den Riesen groß. Laut 1. Samuel 17, 45 machte David den Herrn groß und deswegen erlebte er den Sieg über Goliath in den Versen 49 und 50. Psalm 40, 17 sagt: „Es sollen fröhlich sein und sich freuen in dir alle, die dich suchen; die dein Heil lieben, sollen allezeit sagen: Der Herr ist groß!“

11. Genieße diese Zeit. Viele Menschen denken, „wenn die Dinge wieder normal sind, kann ich wieder anfangen zu leben und das Leben genießen.“ Im Leben gibt es keine Garantien. Jeder Tag ist ein Geschenk von Gott. Sei heute dankbar. In Johannes 10, 10 sagt Jesus: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.“ Genieße diese Zeit mit deinem Ehemann, Ehefrau, Kindern, Enkelkindern, Kirchengemeinde, Freunden, Nachbarn, etc.

12. Mache weiterhin Gottes Liebe in deinem Leben offenbar, wie wir sie in 1. Korinther 13, 1-13 finden. Es ist ein Gebot, Gott zu lieben, Menschen zu lieben und dich selbst zu lieben.

13. Sei freudig geduldig. Kolosser 1, 11 sagt: „zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut, mit Freuden.“ Während wir warten, dass Gott in unserem Leben etwas bewegt, müssen wir freudig geduldig sein. Hier werden wir angehalten, langmütig zu sein. Das bedeutet, mit Menschen freudig geduldig zu sein.

14. Gib weiterhin. In 1. Mose 26 sagt die Bibel in Vers 1, dass eine Hungersnot im Land war. Es war eine schwierige Zeit. In Vers 12 sagt die Bibel: „Und Isaak säte in dem Land und erntete im selben Jahr hundertfältig; denn der Herr segnete ihn.“ In Vers 14 heißt es: „Darum beneideten ihn die Philister.“ In Vers 12 bedeutet es, dass Gott den Samen vermehrte, den er säte. Gott möchte dich segnen in dieser Zeit, in der wir leben. Gib deine Zeit, Dienst, Talente, Schätze und Finanzen. Gott wird dich segnen für Seine Herrlichkeit.

Ich glaube, wenn du diese Dinge tust, kannst du dich von der Welt absetzen. Ich glaube, du kannst „sicher sein in einer unsicheren Welt“.

Zitat: „Wir sitzen alle im gleichen Boot, aber wir sind nicht alle im gleichen Sturm.“

Dein Sturm ist anders als meiner. Wir werden alle gemeinsam da durchkommen. Wir werden überwinden!

 

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